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    Wenn ich an die Zeiten meiner Jugend zurückdenke, scheinen sie mir erfüllt von Strenge, Härte und Unerbittlichkeit. Dabei brauche ich nur an meinen Vater zu denken. Ein Patriarch, der geliebt, geehrt und gefürchtet war und eine unbedingte Autorität beanspruchte und somit eine höhere Welt repräsentierte, eine Welt, die ich mit Neid gesehen habe und diese Welt der Erwachsenen bewundert habe und andauernd diese Welt nachahmen wollte, obwohl ich mit den anfallenden Aufgaben kaum fertig wurde.

    Es war sehr kühl und windig in Paris an einem Tag im Juli und die Sonne gab sehr wenig Wärme als mein Nachbar, ganz aufgekratzt, seine Chefin in dem Pariser Büro, in der Rue Martre begrüßte.


    „Wir bewundern deine Berichte und alle Schriftstücke von dir. Sie sind sehr schön, amüsant und mit Humor geschrieben. Aber wenn du jetzt sprichst, ist dein Englisch mit dem schriftlichen Englisch nicht zu vergleichen. Aber ich kenne das von meinem Sohn. Er kann auch besser schreiben als sprechen. Oder – schreibt dir jemand diese Texte?“

    Ich glaube, es tat mir schließlich sehr leid und ich wäre auch völlig ratlos und mein Tag würde nicht in eine ruhige und gleichmäßige Stimmung gleiten wenn ich auch den Flieger verpasst hätte. Das Flugzeug war weg und egal wer die Verspätung verursacht hat, mein Nachbar konnte nicht einmal ein neues Ticket kaufen, denn an diesem Tag im August flog nur eine Maschine nach Oslo und mein Nachbar stand hilflos in der Halle weil der Check-in Schalter bereits geschlossen war.

    Es fing wieder an zwischen uns. Ich sollte mich schon wieder mit meinem jungen Nachbar beschäftigen.

    Da die Sonne wieder schien, stürzte ich mich nicht auf die Arbeit. Ich wollte nie wieder vom Regen überrascht werden.

    In diesem Sommer hat es nur geregnet und nach dem großen Unwetter wurde es nicht mehr sehr warm.

    An zwei oder drei Tagen schien zwar die Sonne und die Wiesen konnten trocknen, aber die Landschaft nahm plötzlich herbstlichen Charakter an. Heute, an diesem schönen Tag konnte niemand meine Pläne durchkreuzen.

    Das einzige Wesen auf dieser Welt, das wirklich recht oder unrecht tun kann, war ein Mann.

    Der Mann hat mit seiner Ehefrau und mit seinem Kind um den Vorstadtbezirk einer Metropole gelebt.

    Jeden Morgen ist der Mann in seine Firma gefahren und zweimal im Jahr ist er mit seinem Sohn in sein Haus auf Malta geflogen, denn er konnte die winterlich verschneite Stadt im Norden nicht mehr erkennen.

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