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    Ich glaube, es tat mir schließlich sehr leid und ich wäre auch völlig ratlos und mein Tag würde nicht in eine ruhige und gleichmäßige Stimmung gleiten wenn ich auch den Flieger verpasst hätte. Das Flugzeug war weg und egal wer die Verspätung verursacht hat, mein Nachbar konnte nicht einmal ein neues Ticket kaufen, denn an diesem Tag im August flog nur eine Maschine nach Oslo und mein Nachbar stand hilflos in der Halle weil der Check-in Schalter bereits geschlossen war.

    Es fing wieder an zwischen uns. Ich sollte mich schon wieder mit meinem jungen Nachbar beschäftigen.

    Da die Sonne wieder schien, stürzte ich mich nicht auf die Arbeit. Ich wollte nie wieder vom Regen überrascht werden.

    In diesem Sommer hat es nur geregnet und nach dem großen Unwetter wurde es nicht mehr sehr warm.

    An zwei oder drei Tagen schien zwar die Sonne und die Wiesen konnten trocknen, aber die Landschaft nahm plötzlich herbstlichen Charakter an. Heute, an diesem schönen Tag konnte niemand meine Pläne durchkreuzen.

    Das einzige Wesen auf dieser Welt, das wirklich recht oder unrecht tun kann, war ein Mann.

    Der Mann hat mit seiner Ehefrau und mit seinem Kind um den Vorstadtbezirk einer Metropole gelebt.

    Jeden Morgen ist der Mann in seine Firma gefahren und zweimal im Jahr ist er mit seinem Sohn in sein Haus auf Malta geflogen, denn er konnte die winterlich verschneite Stadt im Norden nicht mehr erkennen.

    Ich brauche zwei Stunden, um mich anzuziehen.

    Daran ist meistens das veränderliche Wetter schuld und vor allem, meine Pingeligkeit und auch – meine körperliche Schwäche.

    Jetzt im Winter, wenn es so schrecklich kalt ist, bin ich oft so erschöpft, dass ich mich zwischendurch auf den Stuhl, vor dem Fenster setze und erstmal die Menschen auf der Strasse beobachte. Was macht das schon aus, wenn ich auf die Leute schaue? Es kostet mich nicht zu viel Kraft, denn ich mache mir schließlich dabei mein Gesicht viel hübscher als es um sieben Uhr morgens ausgesehen hat.

    Heute sind inzwischen zwei Jahre vergangen und ich sehe dies alles sehr deutlich vor mir, und es wird mir ein bisschen übel wenn ich darüber nachdenke. Ich wusste gar nicht, dass ich es getan habe, bis mich irgendetwas aufschrecken ließ und ich verstummte.

    Mein Mann, ich muss es wirklich so klar ausdrücken, mein Mann drängte mich das ganze Leben zur Seite. Das war ein Weg, der leer war, mit kahlen Sträuchern, nackten Bäumen, so wie sie manchmal im November ausgezogen stehen und ein langer Weg mit nassen Steinen.

    Für Yuri

    Jetzt hatte ich also das Meer, das ich erreichen wollte, ohne Stunden wegzubleiben, erfasst.

    Ich konnte den ganzen Tag vor dem Meer sitzen und von dort aus andere Länder überblicken, aber weiter hinein, in die lang gezogenen Horizonte konnte ich nicht sehen.

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