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    Plötzlich hasste ich die graue, flirrende Luft, die den Regen brachte. Ich mochte mich in dieser Zeit auch nicht, denn ich nichts für mich tun konnte.

    Meine Krawatten und Schleifen waren in den Schubladen und es war die reinste Unvernunft, sie herauszuholen und bei diesem Wetter zu tragen. Ich konnte gar nicht anders.

    Am jenem dritten August, einem ganz kühlen, sonnigen Tag, habe ich mir einen Ausflug nach Travemünde erlaubt.

    Thomas Mann verbrachte als Knabe gerade in Travemünde seine Sommerferien und sammelte seine Eindrücke in Travemünde und Lübeck. Lübeck war seine Geburtsstadt und er nannte die Stadt: „Eine geistige Lebensform“.

    Es war gut, dass ich mich auch zwangsläufig mehr mit meiner Katze – Billie, befassen musste und vor allem, abends, wenn ich nach Hause kam.

    Billie ist neunzehn schon und sie sieht sehr gut aus. Sie ist lebendig, agil und gar nicht dick geworden. So dick wie manche Katzen bei den Menschen, die ich kenne. Die Katzen sind schwerfällig und oft kurzatmig und wenn sie einen klugen Besitzer zu Hause haben, muss man mit den Katzen jeden Tag reden oder ihnen jeden Tag gut zu reden, um den Katzen Mut zu machen, um weiter leben zu wollen.

    Ich brauche mir solche Gedanken nicht zu machen und ich habe keine Ahnung von schlaflosen Nächten oder schrecklichen Gedanken über den Zustand meiner Katze.

    Alle Tage mit Billie sind vernünftig und meine Nächte sind ohne Müdigkeit aufrecht gehalten worden. Billie schläft auf meiner Brust in der Nacht und ihre Augen schauen mich in der Nacht durch und schützen mich wenn ich am nächsten Tag vor einem harten Training oder Coaching mit einem Manager stehe.

    Die Minuten schlichen dahin wenn ich auf meinen Manager eine Stunde warten muss. Jeden Tag stehe ich ganz früh auf damit ich pünktlich im Büro sitze und den wichtigen Manager der deutschen Wirtschaft empfangen kann. Und er kommt nicht. Sie klicken auf ihren Tablets und iPhones und telefonieren eine ganze Stunde bevor sie in meinem Büro erscheinen.

    Es heißt dann – „Sorry, Mark. But it was very outstanding, burning and crucial”.

    Ich finde es schrecklich wenn meine Manager mich mit der Unpünktlichkeit bestrafen und sich keine Gedanken machen wenn ich im leeren Raum sitze und plötzlich in meinem iPhone etwas zu lesen anfange oder ich lege mir mein Kartenspiel in dem iPhone, um mich zu beruhigen.

    Wir reden über seiner Macht und kurz vor eins überlegen wir uns, wo wir heute Hummer mit Kardamom und Passionsfrucht mit jungen Mohren auf Syke oder einen Schönmoorer Freilandgockel in Albuferajus mit grünen Erbsenschoten und Ingwer essen werden.

    Aber ich möchte sie um etwas bitten. Lassen sie ihren Hut hier im Büro. Der gefällt mir nicht. Letztes Jahr hatten sie einen schönen Hut an, Mark. Ich finde, damals haben sie wie ein Lord ausgesehen. Heute sehen sie aus wie… - wie ein Rattenfänger.

    Es war nicht dumm von mir aber ich konnte nichts dazu sagen. Ich habe zwei Tage damit verbracht, um mich wie ein Dandy anzuziehen, mein Hemd zu bügeln, meine Schuhe zu putzen und eben meinen Sommerhut im Schrank zu finden. Damit verschwendete ich fast eine Stunde. Ich bin ohne Krawatte und ohne Fliege ins Büro gegangen und ich fürchte, er fand es gruselig wenn ein Star – wie Mark Wolkanowski ohne Fliege im Büro, auf der Bühne vor einem Manager des Jahres steht.

    Meine Lungenentzündung färbte sich schiefergrau und mir wurde schon wieder ein wenig wärmer und kälter und ich muss sehr vorsichtig sein, denn diese Krankheit will mich nicht verlassen. Ich habe immer das Gefühl - um weiter zu leben, müssen mich die Pfleger in feuchte Tücher wickeln, damit ich noch atmen kann.

    Christian Matschke wäre froh, wenn ich schon tot wäre. Ich denke, es wäre ihm nicht schwer gefallen, mich, einen kranken, einen verletzten Menschen töten zu müssen. Es gibt nur mich, einen Menschen auf dieser Welt, den mein Krankenpfleger hätte am Leben nie lassen können.

    Lungenentzündung ist eine Infektion. Die Auslöser einer Pneumonie sind meist Bakterien, seltener Viren oder Pilze. Die Erkrankung kann sich in Abhängigkeit vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und von der Art des Erregers sehr unterschiedlich entwickeln. Ungefähr jede 7. Lungenentzündung verläuft so schwer, dass sie stationär behandelt werden muss. Die Pneumonie ist die häufigste zum Tode führende Infektion in Westeuropa. Sie steht in der bundesweiten Todesursachen-Statistik auf Platz 5, ungefähr 3 bis 5% der Patienten sterben jährlich daran. An einer Pneumonie erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 400.000 Menschen. In Zeiten starker Grippewellen, d.h. speziell im Winter, liegt die Zahl noch deutlich darüber. Zur Risikogruppe gehören oft Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Patienten über 60 Jahren und Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen. Sie sind durch ihr noch nicht ganz ausgereiftes bzw. geschwächtes Immunsystem besonders anfällig für die Entwicklung einer Pneumonie.

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