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    Meine Lungenentzündung färbte sich schiefergrau und mir wurde schon wieder ein wenig wärmer und kälter und ich muss sehr vorsichtig sein, denn diese Krankheit will mich nicht verlassen. Ich habe immer das Gefühl - um weiter zu leben, müssen mich die Pfleger in feuchte Tücher wickeln, damit ich noch atmen kann.

    Christian Matschke wäre froh, wenn ich schon tot wäre. Ich denke, es wäre ihm nicht schwer gefallen, mich, einen kranken, einen verletzten Menschen töten zu müssen. Es gibt nur mich, einen Menschen auf dieser Welt, den mein Krankenpfleger hätte am Leben nie lassen können.

    Lungenentzündung ist eine Infektion. Die Auslöser einer Pneumonie sind meist Bakterien, seltener Viren oder Pilze. Die Erkrankung kann sich in Abhängigkeit vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und von der Art des Erregers sehr unterschiedlich entwickeln. Ungefähr jede 7. Lungenentzündung verläuft so schwer, dass sie stationär behandelt werden muss. Die Pneumonie ist die häufigste zum Tode führende Infektion in Westeuropa. Sie steht in der bundesweiten Todesursachen-Statistik auf Platz 5, ungefähr 3 bis 5% der Patienten sterben jährlich daran. An einer Pneumonie erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 400.000 Menschen. In Zeiten starker Grippewellen, d.h. speziell im Winter, liegt die Zahl noch deutlich darüber. Zur Risikogruppe gehören oft Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Patienten über 60 Jahren und Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen. Sie sind durch ihr noch nicht ganz ausgereiftes bzw. geschwächtes Immunsystem besonders anfällig für die Entwicklung einer Pneumonie.

    Es macht natürlich einen riesigen Unterschied, ob ein Arzt seinem Patienten, eine Packung mit Tabletten auf den Tisch knallt und dazu gelangweilt murmelt: „Probieren Sie mal die aus“.

    Oder ob er den Patienten anlächelt und dazu freundlich sagt: „Ich glaube, das könnte Ihnen helfen“.

    Die zweite Variante ist zweifellos die bessere, denn in diesem Fall schafft der Arzt das Vertrauen des Patienten zu gewinnen. Es könnte sogar sein, dass das Medikament besser wirken wird.

    „Ich möchte mich entschuldigen für alles was hier passierte und ich nehme alles zurück“.

    Einen solchen Satz hätte ich mir gewünscht aber ehrlich gesagt, diesen Menschen – Christian Matschke, meinem Krankenpfleger und dem Oberarzt – Doktor Schanz, niemals zugetraut. Denn - Ehrlichkeit ist ein teures Geschenk, das man von billigen Menschen niemals erwarten darf.

    Es ist gut, dass ich mich zwangsläufig nicht mehr mit dem Oberarzt und dem Krankenpfleger aus der Dialysepraxis-Schlankreye befassen muss. Trotzdem wenn ich endlich einschlief, träumte ich und erwachte wieder und tauchte unter in einen jener angenehmen Wünsche, dass die Menschen, die mich verletzt und misshandelt haben, sich bei mir entschuldigen.

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