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    DER MANAGER, EIN HUT UND DIE FLIEGE

    Es war gut, dass ich mich auch zwangsläufig mehr mit meiner Katze – Billie, befassen musste und vor allem, abends, wenn ich nach Hause kam.

    Billie ist neunzehn schon und sie sieht sehr gut aus. Sie ist lebendig, agil und gar nicht dick geworden. So dick wie manche Katzen bei den Menschen, die ich kenne. Die Katzen sind schwerfällig und oft kurzatmig und wenn sie einen klugen Besitzer zu Hause haben, muss man mit den Katzen jeden Tag reden oder ihnen jeden Tag gut zu reden, um den Katzen Mut zu machen, um weiter leben zu wollen.

    Ich brauche mir solche Gedanken nicht zu machen und ich habe keine Ahnung von schlaflosen Nächten oder schrecklichen Gedanken über den Zustand meiner Katze.

    Alle Tage mit Billie sind vernünftig und meine Nächte sind ohne Müdigkeit aufrecht gehalten worden. Billie schläft auf meiner Brust in der Nacht und ihre Augen schauen mich in der Nacht durch und schützen mich wenn ich am nächsten Tag vor einem harten Training oder Coaching mit einem Manager stehe.

    Die Minuten schlichen dahin wenn ich auf meinen Manager eine Stunde warten muss. Jeden Tag stehe ich ganz früh auf damit ich pünktlich im Büro sitze und den wichtigen Manager der deutschen Wirtschaft empfangen kann. Und er kommt nicht. Sie klicken auf ihren Tablets und iPhones und telefonieren eine ganze Stunde bevor sie in meinem Büro erscheinen.

    Es heißt dann – „Sorry, Mark. But it was very outstanding, burning and crucial”.

    Ich finde es schrecklich wenn meine Manager mich mit der Unpünktlichkeit bestrafen und sich keine Gedanken machen wenn ich im leeren Raum sitze und plötzlich in meinem iPhone etwas zu lesen anfange oder ich lege mir mein Kartenspiel in dem iPhone, um mich zu beruhigen.

    Wir reden über seiner Macht und kurz vor eins überlegen wir uns, wo wir heute Hummer mit Kardamom und Passionsfrucht mit jungen Mohren auf Syke oder einen Schönmoorer Freilandgockel in Albuferajus mit grünen Erbsenschoten und Ingwer essen werden.

    Aber ich möchte sie um etwas bitten. Lassen sie ihren Hut hier im Büro. Der gefällt mir nicht. Letztes Jahr hatten sie einen schönen Hut an, Mark. Ich finde, damals haben sie wie ein Lord ausgesehen. Heute sehen sie aus wie… - wie ein Rattenfänger.

    Es war nicht dumm von mir aber ich konnte nichts dazu sagen. Ich habe zwei Tage damit verbracht, um mich wie ein Dandy anzuziehen, mein Hemd zu bügeln, meine Schuhe zu putzen und eben meinen Sommerhut im Schrank zu finden. Damit verschwendete ich fast eine Stunde. Ich bin ohne Krawatte und ohne Fliege ins Büro gegangen und ich fürchte, er fand es gruselig wenn ein Star – wie Mark Wolkanowski ohne Fliege im Büro, auf der Bühne vor einem Manager des Jahres steht.

    Ohne Hut und ohne Fliege saß ich mit meinem Manager im Restaurant und der Chef, der damals in der „Traube Tonbach“, im „Hotel Bareis“ und im „Le Gourmet“ seine Erfahrungen gesammelt hat, stand in der Küche und verteilte seine Zärtlichkeiten auf die Teller nur für uns.

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