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    WENN NAPOLEON ALS VORBILD DER ÄRZTE WIRD. Teil 25

    Letztes Jahr fing ich mit Übersiedlung an. Ich packte meine Tasche nach meinem Rauswurf und ich wusste, aus dieser Klinik muss ich jetzt weg.

    Niemand in dieser Stadt begreift es: „Was ist das für ein Pfleger? Was ist das für ein Arzt? Was ist das für Dialysepraxis?“

    Der Krankenpfleger misshandelt mich und beschimpft mich mit schwulenfeindlichen und antisemitischen Äußerungen, mein Blutdruck steigt jeden Tag auf 200/110, die Krankenschwester ruft die Ärztin an und sie ist zu faul auf die Station zu kommen. Die Krankenschwester soll mir Tropfen geben und dann darf ich nach Hause gehen.

    Kluge Menschen sagen, dass Demut eine der Haupttugenden für jeden Manager und jeden Mitarbeiter in einer Firma ist und Demut bedeutet – die Bodenhaftung und Bereitschaft zum Dienen. Führen heißt Dienen, Herr Oberarzt, Herr Doktor Schanz, Herr Leiter der Diaverum Dialysepraxis. Wissen Sie, Herr Oberarzt – eine Führungskraft muss erstmal jedem Patient und dann jedem Mitarbeiter gerecht werden. Gerecht werden bedeutet – die Menschen richtig zuhören und auf diese Menschen eingehen. Und das gilt für die Christina, die Stationsschwester, die auch keine Führungsqualitäten besitzt. Jeden zweiten Tag habe ich Christina gebeten, die Sache einfach zu schlichten.

    „Nein. Hier wird nichts geschlichtet! Er kommt nicht mehr in das Zimmer!“

    „Aber ich will nicht warten, bis Yasemin Zeit für mich hat“.

    „Er kommt nie mehr in das Zimmer!“

    Diese Stationsschwester hat auch anderen Menschen Verbote erteilt.

    Mein Pfleger, Christian Matschke hat mich als Patient beleidigt und als Mensch herabgesetzt.

    Seine Beleidigungen waren auch nazihaft, denn die Verbindung mit dem infamen Hinweis auf Auschwitz und einem schwulen Patient ist die Verletzung meiner Ehre.

    „Christian, mir geht es heute nicht gut. Ich werde mit dem Taxi nach Hause fahren“ – sagte ich zu meinem Pfleger. Christian verließ mein Zimmer. Mein Kopf tat weh und ich rief Christian noch dreimal, um es ihm zu sagen. Dann fragte ich alle Pfleger, was sie tun würden wenn ein Patient den Satz sagt: „Ich würde schauen, wann die Dialyse beendet ist und einfach Taxi bestellen. Das ist doch unsere Aufgabe“.

    Mein Pfleger kam in mein Zimmer: „Frechheit ist es von Ihnen, Herr Wolkanowski! Frechheit! Wenn Sie allen Leuten das erzählen! Ich bin ein Ingenieur und Sie müssen ganz klar mit mir reden! Wenn Sie ein Taxi wollen, müssen Sie sagen: „Ich möchte ein Taxi. Können Sie mir ein Taxi bestellen, bitte? Frechheit ist es!“

    Sie müssen mehr helfen als herrschen, Herr Oberarzt! Aber Sie denken gerade umgekehrt. Als Führungskraft und als Leiter der Dialysepraxis Schlankreye meinen Sie: Ihre Mitarbeiter müssen Ihnen dienen und nicht umgekehrt. Nur ein paar Fakten und Zahlen wissen Sie als Arzt.

    „Laut Untersuchungen steigt der Blutdruck bei normalen Menschen, aber bei Nonnen, die im Kloster leben, bleibt dieser auch in den älteren Jahren konstant und in einem guten Bereich“ – sagte der Oberarzt zu mir.

    Es reicht nicht mit Zahlen und Faktenwissen von der Universität zu kommen und dann meinen, Menschen führen zu können. Es ist eine Kunst, Menschen führen zu können und diese Kunst kann erlernt und auch trainiert werden. Die Frage bei diesem „Manager“ ist, ob er dann überhaupt noch ein Gefühl dafür hat, was in seiner Dialysepraxis passiert.

    Wenn der französische Feldherr Napoleon, kein Vorbild für Doktor Schanz wäre, würde er seine Patienten und Mitarbeiter und ihre Befindlichkeiten kennen und niemals so schnell in diese Einseitigkeit und Radikalität driften. „Verlassen Sie die Klinik dringend“! – er hat einen trockenen Mund gehabt als er es zu mir sagte.

    Durch eine innere Erosion, wird solcher Führer den Verlust der emotionalen Bindungen erleben.

    Selbst wenn dieser Oberarzt und Leiter der Dialysepraxis seine Zahlen beherrscht, dass die Nieren eine Länge von 10 bis 12 cm haben und eine Breite von 5 bis 6,5 cm und eine Dicke von 3 bis 5 cm (Merkwert: 12 cm × 6 cm × 3 cm) und die Masse zwischen 120 und 200 g variiert. Es reicht einfach nicht zu denken, dieser Arzt als Leiter, ein kompetenter Manager ist und sich auch automatisch für die Personenführung eignet. "Eigentlich ist dieser Leiter der Praxis und Arzt nur eine seelenlose Hülle und ein Mensch, der kein ethisches Denkvermögen besitzt" - sagte ein Freund von mir, der Kommunikationsprofessor ist.

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