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    DIALYSEPRAXIS SCHMEIßT PATIENTEN RAUS! Teil 17

    Ich bin nur ein Außenseiter, der sich besser gar nicht frei äußern darf.

    Christian Matschke, mein Pfleger in der Dialysepraxis in Eppendorf, hatte die Gewohnheit, mich nach meinem Gewicht, nach der Dialyse zu fragen. Es ging mir nicht gut an dem Tag und es dauerte zwei Minuten, bis ich Christian das Gewicht mitteilte.

    Mein Pfleger verlor die Geduld.

    „Jetzt reicht es!“ – sagte er und wollte den Flur verlassen. Ich stand ganz still, müde und wach zugleich, und streckte meine Hand aus.

    „Bitte. Bitte. Bitte. Bitte nicht gehen“.

    Mein Krankenpfleger, Christian Matschke schlug mit seinen zwei Händen meine Hand ab und kochte innerlich.

    „LASSEN SIE ES!“

    An diesem Tag, plötzlich war mir mein ganzes Leben und alles, woran ich hing, auf unheimliche Weise gestohlen worden. Als ich zurück aus der Klinik nach Hause kam, war ich sehr tief gekränkt. Christina, die Stationsschwester nannte das Verhalten von Christian – „ein irreparabler Fehler“ und es war nicht klug von ihr, Christian nicht zu bitten, den Fehler zu korrigieren, aber so war es eben.

    „Warum schauen Sie mir nicht in die Augen wenn Sie mit mir reden?“ – fragte mich Christian zwei Tage später.

    „Ich bin verletzt“ – sagte ich. Wissen Sie nicht warum?“

    „Nein“.

    „Wissen Sie nicht mehr wie Sie meine Hand abgeschlagen haben?“

    „Ich kann mich gar nicht erinnern. Aber vielleicht war da eine Fliege, die ich wegscheuchen wollte?“

    Christian Matschke lügt immer. Die Ärztin teilte mir mit, er wollte nicht in mein Zimmer kommen. Christian sagte: “Das habe ich nicht gesagt“. Der Oberarzt: „Er war bei uns und sagte, er fühlt sich „belästigt“ wenn Sie ihn etwas fragen“. Christian behauptet: “Das habe ich nicht gesagt“.

    Ich war damals sehr krank und ich war seit zwei Jahren fast wie verwitwet, und konnte nicht mal alleine richtig gehen, denn mein Blut war vergiftet und als ich von dem Arzt die Niereninsuffizienz als Diagnose bekam, wusste ich nicht mal was Dialyse ist.

    Im Internet las ich über diese Behandlung und wusste, dass ich, ab den vierzehnten Juni, meine Zeit mir nie mehr so einteilen werde, wie es mir gefällt. Seit diesem Tag musste ich wenig Gebrauch von meiner Freiheit machen. Es stand irgendwo im Internet über die Pfleger, die Dir die Zeit während der Dialysebehandlung sehr schön und sesshaft gestalten werden, und Du Dich dort fühlen wirst fast wie zu Hause und vielleicht sogar besser. Jeder Patient wird sich bei uns am wohlsten fühlen – versprachen die Dialysepraxen.

    Aber die Berichte im Internet kannten Christian Matschke nicht, meinen Krankenpfleger in der Dialysepraxis in Eppendorf, und ich schlug diese Dialysepraxis nicht aus und dachte, die Behandlung wäre nur eine fünfstündige Autofahrt für mich. Jetzt kenne ich Christian Matschke und seine Unprofessionalität sehr gut und heute, als ich mit dem Taxi nach Hause fuhr, erzählte ich dem Fahrer, was aus dieser fünfstündigen Autofahrt geworden ist.

    „Versperren Sir die Tür bei Ihnen zu Hause und nehmen Sie den Schlüssel mit sich in das Zimmer“ – sagte der Taxifahrer zu mir. „Sie wissen doch selbst. Egal als Pole oder Halbpole hat er HHass auf Sie. In diesem stark katholisch geprägtem Land gibt es Hass und Gewalt. Nicht, dass Sie einen Messerstich noch von ihm kriegen! Eine unglaubliche Geschichte. Ein Pfleger, der nicht mal ein ausgebildeter Pfleger ist, missachtet und beleidigt Sie als Patient, Sie wollen sich fast umbringen und der Oberarzt, der unfähig ist, diese Tragödie zu lösen, stellt sich hinter so einem Flegel, zwingt das Personal zu lügen, dass solche Sätze nie gesagt worden sind und schmeißt Sie aus der Klinik raus! Das ist ein Komplott. Sie sind gemobbt worden. Was ist das für ein Arzt? Der soll nach Philippinen gehen! Dort kann er jetzt in den Trümmern arbeiten! Ich bin entsetzt, wissen Sie!“.

    An diesem Tag, an dem der Oberarzt mit Christina, die Stationsschwester in mein Zimmer kamen, war es mir, als bestünde ich aus zwei verschiedenen Menschen, von denen der eine nur sofort tot sein wollte und der andere anfing den Gott um Hilfe zu bitten.

    „Christina ist die Zeugin bei dem Gespräch. Ich möchte Sie bitten, unsere Praxis innerhalb einer Woche zu verlassen. Das was Sie im Internet schreiben sind infame Attacken auf meine Mitarbeiter. Ich muss meine Mitarbeiter schützen! Für Sie ist die Zeit bei uns vorbei“.

    Zwei Tage später kam der Oberarzt zur Visite und fragte mich, ob ich schon eine Dialysepraxis gefunden habe.

    „So schnell geht das nicht. Ich liege drei Mal in der Woche den ganzen Tag an der Maschine“.

    „Das ist nur ein Anruf! Verlassen Sie unsere Praxis! Dringend!“

    „Aber ich habe Ihnen vor zwei Wochen gesagt, wenn Sie mich hier rausschmeißen, werde ich durch die Medien gehen. Dann sagten Sie, Sie werden mich nicht rausschmeißen. Warum kommen Sie eine Woche später und tun Sie es doch?“

    „Sie haben Ihren Blog nur eine Woche ausgesetzt, aber dann haben Sie fleißig weiter geschrieben. Das Vertrauen ist nicht mehr da und wir können Sie hier nicht mehr behandeln“.

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